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PEQUIGNET CONCORDE WATCH Blue Navy 9046473
PEQUIGNET CONCORDE TITANIUM WATCH 9045336 36mm

Der Zenith-Manager, der Frankreich sein Uhrwerk zurückgab

Frankreich hat eine große Uhrengeschichte, aber kaum noch eine eigene Uhrenindustrie. Pequignet ist die Ausnahme: 1973 in Morteau im Doubs gegründet – und das Haus, das Frankreich 2011 sein erstes komplettes Manufakturwerk seit Jahrzehnten zurückgebracht hat.

Möglich gemacht hat das ein Mann aus der ersten Reihe der Schweizer Uhrmacherei: Didier Leibundgut, ausgebildeter Uhrmacher und früherer Manager bei Zenith, kaufte die Manufaktur 2004 mit einem einzigen Ziel – dem ersten französischen Manufakturkaliber der Neuzeit.

Fünf eigene Werke sind daraus geworden, vom Calibre Royal mit Mondphase und 96 Stunden Gangreserve bis zum Tourbillon. Keine andere französische Manufaktur hat so viele. Und jedes einzelne Bauteil kommt aus einem Umkreis von achtzig Kilometern um die Manufaktur.

24 Mitarbeiter, rund 2.000 Uhren im Jahr, offizieller Uhrenpartner des Élysée-Palasts. Und Preise, die bei einer Uhr mit eigenem Werk bei rund 3.800 Euro beginnen.

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Frankreichs erstes eigenes Uhrwerk seit Jahrzehnten

Frankreichs erstes eigenes Uhrwerk seit Jahrzehnten

Schauen Sie sich dieses Zifferblatt an. Das Großdatum, die Gangreserveanzeige – und die Mondphase in zwei Fenstern, eines für die Nord-, eines für die Südhalbkugel. Sie weicht erst nach 122 Jahren um einen einzigen Tag ab.

Das ist das Calibre Royal. Als es 2011 auf den Markt kam, war es das erste komplette Manufakturwerk, das Frankreich seit dem Ende von LIP hervorgebracht hatte. 318 Bauteile, davon 316 eigens konstruiert, 39 Rubine, acht Patente, 96 Stunden Gangreserve. Sämtliche Komplikationen sitzen auf derselben Platine statt als Modul obendrauf – das ist flacher, eleganter und im Service sauberer.

Dazu ein patentiertes Federhaus, das sich komplett um eine Zentralachse dreht, eine Idee aus amerikanischen Eisenbahn-Taschenuhren. Und eine Regel, die Pequignet für jedes ihrer Werke einhält: Jedes einzelne Bauteil kommt aus einem Umkreis von achtzig Kilometern um Morteau.

Morteau, fünf Kilometer von der Schweiz

Morteau, fünf Kilometer von der Schweiz

Émile Péquignet war 33, als er 1973 in Morteau im Doubs seine eigene Firma anmeldete – in seiner Wohnung in der rue de la Gare. Ende des ersten Jahres: drei Mitarbeiter und rund 7.000 Uhren. Sechs Jahre später waren es 40.000.

Péquignet war leidenschaftlicher Pferdezüchter. Sein Turnierpferd hieß Moorea – und 1984 gab er den Namen der Damenuhr, die die Marke in Frankreich berühmt machte: integriertes Milanaiseband, Gold und Stahl, Wechselbandsystem. Die Moorea ist bis heute ein Generationenstück.

Fünf Goldene Zifferblätter, die französischen Cadrans d'Or, holte das Haus in dieser Zeit für seine Damenkollektionen. Der Standort in Morteau ist seit dem Fabrikneubau von 1978 derselbe.

  • 1973Gegründet in Morteau
  • 318Bauteile im Calibre Royal
  • 96 hGangreserve Calibre Royal
  • 24Mitarbeiter
  • 2.000Uhren pro Jahr
  • 5 JahreJahre Garantie auf Manufakturwerke
Das fünfte Manufakturwerk

Das fünfte Manufakturwerk

2026 kommt der erste Chronograph der Manufaktur – die Royale Paris Chrono in 39,5 Millimetern, mit Bicompax-Anordnung, kleiner Sekunde bei 3 und 30-Minuten-Zähler bei 9 Uhr. Opalin-Zifferblatt mit Zählern in Blau, Rot oder Schwarz.

Darin arbeitet das Calibre Initial Chronograph, das fünfte eigene Werk des Hauses. Für die Chronographenfunktion hat sich Pequignet einen Schweizer Partner geholt, der auf hochwertige Komplikationen spezialisiert ist – die Nähe über die Grenze macht das möglich.

Und wie bei den anderen vier Werken gilt auch hier: Jedes Bauteil kommt aus einem Umkreis von achtzig Kilometern um Morteau. Ein Chronograph mit Nockensteuerung, gebaut von einem Haus mit 24 Mitarbeitern.

Fünf eigene Werke – jedes Bauteil aus achtzig Kilometern

Fünf eigene Werke – jedes Bauteil aus achtzig Kilometern

Fünf Manufakturwerke hat Pequignet bis heute konstruiert. Keine andere französische Manufaktur hat so viele.

Calibre Royal (2011) – 318 Bauteile, 31 Millimeter, nur 5,8 Millimeter flach, 96 Stunden Gangreserve. Großdatum, Mondphase und Gangreserveanzeige auf derselben Platine.

Calibre Royal Manuel – der Handaufzug, 5,43 Millimeter flach, 100 Stunden Gangreserve, kleine Sekunde bei 6 Uhr.

Calibre Initial (2021) – kompakter und moderner: 28,2 Millimeter, 4,2 flach, 65 Stunden, zwei internationale Patente.

Calibre Royal Tourbillon – fliegendes Tourbillon im Titankäfig, Goldschrauben an der Unruh, mindestens 88 Stunden.

Calibre Initial Chronograph (2026) – das jüngste: ausgehöhlte Unruhbrücke, diamantpolierte Kanten, skelettierter Rotor mit erhabener Fleur-de-Lys.

Jedes dieser Werke wird auf sechs Lagen reguliert, und jedes Bauteil kommt aus einem Umkreis von achtzig Kilometern um Morteau.

Vier Angestellte kaufen ihre eigene Manufaktur

Vier Angestellte kaufen ihre eigene Manufaktur

Es gibt nicht viele Geschichten in der Uhrenwelt, die so ausgehen. 2016 wurde vor dem Handelsgericht über die Zukunft der Manufaktur entschieden. Der eine Bieter wollte nur die Moorea-Linie.

Der andere waren vier eigene Mitarbeiter – ein Ingenieur und drei Vertriebsleute, zusammen Jahrzehnte im Haus. Sie legten ein eigenes Angebot vor und bekamen im Februar 2017 den Zuschlag: für die Manufaktur, das Calibre Royal, sämtliche Patente und das Gebäude in der rue du Bief.

Sie haben die Marke wieder aufgebaut. 2021 stieg die Familienholding ENOWE ein und übernahm die Mehrheit – mit einem klaren Auftrag: so viele Bauteile wie möglich zurück nach Frankreich holen. Seitdem geht es steil nach oben.

Die Uhr des Präsidenten

Die Uhr des Präsidenten

Seit Oktober 2023 ist Pequignet offizieller Uhrenpartner des Élysée-Palasts. Die erste Attitude Élysée – 39 Millimeter, opalweißes Zifferblatt mit dem Wappen der Republik, Calibre Initial – erschien in 300 nummerierten Exemplaren und wird als Staatsgeschenk überreicht.

2026 kam die zweite: die Élysée Attitude #2 Édition Liberté. Tiefblaues Zifferblatt mit Clou-de-Paris-Guilloche und dem RF-Monogramm der Republik, polierte Stahlzeiger, ein roter Sekundenzeiger – Blau, Weiß, Rot, ohne dass es je plakativ wird. Das RF sitzt auch auf der Krone und auf der Dornschließe. 100 nummerierte Stück, vorbestellbar ab dem 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag.

Dazu kommen das Label Entreprise du Patrimoine Vivant, das lebendiges Handwerk auszeichnet, und seit 2025 das Poinçon Vipère – das Chronometerzertifikat des Observatoriums von Besançon. Pequignet ist eine der ganz wenigen französischen Marken, die in Genf bei Watches and Wonders ausstellen.

Calibre Initial, Concorde und ein Sternekoch

Calibre Initial, Concorde und ein Sternekoch

2021 kam das Calibre Initial: kleiner, moderner, 4 Hertz, 65 Stunden Gangreserve, patentierte Datumsschaltung. 72 Prozent der Bauteile kommen aus Frankreich. Pequignet verkauft es inzwischen auch als Rohwerk an andere Marken.

Zum fünfzigsten Geburtstag erschien 2023 die Concorde mit ihrem kissenförmigen Gehäuse und dem Milanaiseband. 2025 folgte die Titanversion in 36 Millimetern, 2026 der erste Chronograph der Marke.

Und die Concorde Damas: Lünette und Zifferblatt aus echtem Damaszenerstahl, entstanden mit dem Sternekoch Matthias Marc aus derselben Region. Jedes Zifferblatt ist ein Unikat, 50 Stück, geliefert mit einem Damaszener-Taschenmesser.

Meilensteine

  1. 1973

    Émile Péquignet meldet an

    Mit 33 Jahren gründet Émile Péquignet in Morteau im Doubs seine eigene Uhrenfirma. Am Jahresende: drei Mitarbeiter, rund 7.000 Uhren.
  2. 1979

    40.000 Uhren im Jahr

    Ein Jahr nach dem Einzug in die eigene Fabrik in der rue du Bief läuft die Produktion auf Hochtouren – mit rund zwanzig Beschäftigten.
  3. 1984

    Die Moorea

    Benannt nach Péquignets Rennpferd. Die Damenuhr mit integriertem Milanaiseband und Wechselbandsystem wird zum meistverkauften Stück der Marke.
  4. 2004

    Ein Uhrmacher übernimmt

    Didier Leibundgut, ausgebildeter Uhrmacher und früherer Zenith-Manager, kauft die Firma. Sein Ziel: das erste französische Manufakturkaliber der Neuzeit.
  5. 2011

    Calibre Royal

    318 Bauteile, 39 Rubine, acht Patente – und alle Komplikationen auf derselben Platine statt als aufgesetztes Modul. Das erste französische Manufakturwerk dieser Art.
  6. 2017

    Vier Mitarbeiter kaufen die Manufaktur

    Ein Ingenieur und drei Vertriebsleute setzen sich vor dem Handelsgericht durch und übernehmen Manufaktur, Calibre Royal, sämtliche Patente und das Gebäude in Morteau.
  7. 2021

    Calibre Initial und neue Eigentümer

    Das zweite Manufakturwerk kommt: 4 Hertz, 65 Stunden Gangreserve, 72 Prozent französische Bauteile. Im selben Jahr übernimmt die Familienholding ENOWE die Mehrheit.
  8. 2023

    Élysée und Concorde

    Pequignet wird offizieller Uhrenpartner des französischen Präsidentenamts. Zum fünfzigsten Geburtstag erscheint die Concorde, in Paris öffnet die erste eigene Boutique.
  9. 2024

    Das erste fliegende Tourbillon

    Das Calibre Royal Tourbillon erscheint in 24 Exemplaren – ein fliegendes Minutentourbillon mit Titankäfig, entwickelt und gebaut in Morteau.
  10. 2026

    Der erste Chronograph

    Die Royale Paris Chrono erscheint mit dem Calibre Initial Chronograph – dem fünften Manufakturwerk des Hauses, entwickelt mit einem Schweizer Komplikationsspezialisten.
Für wen lohnt sich Pequignet

Für wen lohnt sich Pequignet

Es gibt weltweit nur eine Handvoll Häuser, die ein Uhrwerk wirklich von Grund auf selbst konstruieren, montieren und regulieren. In Frankreich war Pequignet der Erste – und ist bis heute das Haus mit den meisten eigenen Werken. Eine Pequignet mit hauseigenem Automatikwerk beginnt bei mir im Shop bei rund 3.800 Euro.

Dafür bekommt man ein Werk mit bis zu 96 Stunden Gangreserve, das in Morteau im Doubs entsteht – in einem Haus mit 24 Mitarbeitern, ausgezeichnet als Entreprise du Patrimoine Vivant und offizieller Uhrenpartner des Élysée-Palasts. Rund 2.000 Uhren im Jahr. Fünf Jahre Garantie auf jedes Manufakturwerk.

Wer eine Uhr will, die auf dem Uhrentreffen niemand sofort einordnen kann, aber jeder in die Hand nehmen möchte, ist hier genau richtig. Eine Royale Paris mit Großdatum und Mondphase, eine Concorde in Grade-5-Titan, ein Zifferblatt aus echtem Damaszenerstahl – das gibt es in dieser Preisklasse sonst nirgends.

Und ganz nebenbei kauft man ein Stück französische Industriegeschichte, das es fast nicht mehr gäbe – wenn da nicht vier Leute gewesen wären, die an ihre eigene Manufaktur geglaubt haben.

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Häufige Fragen zu PEQUIGNET

Ist Pequignet wirklich eine Manufaktur?

Im uhrmacherischen Sinn ja: Pequignet konstruiert, prototypisiert, dekoriert, montiert, reguliert und serviciert seine Werke selbst in Morteau. Seit 2011 sind dort fünf eigene Kaliber entstanden.

Im Sinne von alles selbst herstellen nein: Rund siebzig Zulieferer im Umkreis von achtzig Kilometern fertigen die Komponenten, Gehäuse und Zifferblätter kommen zu, und der Hemmungsregler stammt von Nivarox in der Schweiz. Das ist branchenüblich – auch bei vielen Schweizer Manufakturen.

Wie französisch ist eine Pequignet wirklich?

Sehr. Konstruktion, Prototypenbau, Dekoration, Montage, Regulierung und Service finden komplett in Morteau im Doubs statt – dort, wo die Firma seit 1973 sitzt. Rund siebzig Zulieferer arbeiten im Umkreis von achtzig Kilometern zu.

Beim Calibre Initial stammen 72 Prozent der Bauteile aus Frankreich – für ein modernes mechanisches Uhrwerk ein Spitzenwert, den in dieser Größenordnung sonst kaum jemand erreicht. Genau daran arbeitet die Manufaktur weiter: mehr Fertigungstiefe im eigenen Land.

In welchen Pequignet Modellen steckt ein Manufakturwerk?

In allen Royale-, Attitude- und Concorde-Modellen ab 36 Millimetern. Je nach Linie arbeitet dort das Calibre Initial mit 65 Stunden Gangreserve oder – bei der Royale Paris ab 39,5 Millimetern – das große Calibre Royal mit 96 Stunden und Komplikationen auf einer einzigen Platine.

Der Einstieg in ein echtes Manufakturwerk beginnt damit bei rund 3.800 Euro. An der Spitze steht das Calibre Royal Tourbillon – ein fliegendes Minutentourbillon mit Titankäfig, gebaut in 24 Exemplaren.

Was macht das Pequignet Calibre Royal besonders?

318 Bauteile, davon 316 eigens konstruiert, 39 Rubine und acht bis neun Patente. Entscheidend ist aber die Bauweise: Großdatum, Wochentag, Doppel-Mondphase und Gangreserve sitzen auf derselben Platine statt als Modul obendrauf. Das ist flacher, eleganter und im Service sauberer zu handhaben.

Dazu kommt ein patentiertes Federhaus, das sich komplett um eine Zentralachse dreht – eine Idee aus amerikanischen Eisenbahn-Taschenuhren. Garantiert sind 88 Stunden Gangreserve, rechnerisch erreicht das Werk bis zu 96.

Wie viele Uhren baut Pequignet im Jahr?

Rund 2.000 Stück, Stand 2025, mit 24 Mitarbeitern. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 8.000, und 1979 – zu Quarz-Hochzeiten – sogar 40.000.

Die Marke ist also bewusst kleiner und hochwertiger geworden. Der Fokus liegt heute ausschließlich auf Uhren mit eigenem Werk.

Warum ist eine Pequignet mit Manufakturwerk so günstig?

Weil Pequignet zum falschen Zeitpunkt richtig lag. Als das Calibre Royal 2011 kam, war „Manufakturkaliber“ noch längst nicht das Verkaufsargument, das es heute ist – das Thema interessierte damals kaum jemanden. Entsprechend wurde der Preis angesetzt. Und als in-house später überall zum Werbeversprechen wurde, hat das Haus ihn nicht über Nacht nachgezogen.

Dazu ein Marketing ohne Markenbotschafter, ohne Kampagne, ohne Hype. Was du bezahlst, ist die Uhr – nicht die Werbung.

Wie lange ist die Garantie auf eine Pequignet und wo wird sie serviciert?

Seit Juni 2023 gelten fünf Jahre Garantie auf alle Modelle mit Pequignet-Werk, drei Jahre auf die übrigen Automatik- und Quarzuhren und zwei Jahre auf Schmuck. Auf durchgeführte Arbeiten gibt es ein Jahr.

Der gesamte Service läuft über die eigene Werkstatt in Morteau. Durchlaufzeiten und Servicepreise veröffentlicht die Marke nicht – jede Reparatur wird einzeln kalkuliert.

Was bedeutet das Poinçon Vipère bei Pequignet?

Das ist das Chronometerzertifikat des Observatoriums von Besançon – eine der ältesten Prüfstellen Europas. Geprüft wird in fünf Lagen und bei drei Temperaturen, das Werk bekommt anschließend einen eingravierten Vipernkopf.

Pequignet hat 2025 als erste Marke ihr Manufakturwerk damit zertifizieren lassen: die Attitude Poinçon Vipère in 50 Exemplaren. In der Schweiz gibt es die COSC – in Frankreich gibt es die Viper.